Aktuelle Projekte

CARE

Verbesserung der Primärversorgung bei chronischer Nierenkrankheit - eine Studie zur Umsetzung der CKD-Leitlinie

CARE - Comprehensive Assessment of Renal Health for Everyone

Die Chronische Nierenkrankheit (CKD) betrifft 8-10 Millionen Menschen in Deutschland. Diese werden überwiegend in der hausärztlichen Versorgung betreut. Das Projekt CARE untersucht, wie die hausärztliche Versorgung von Menschen mit nicht-nierenersatztherapiepflichtiger chronischer Nierenkrankheit verbessert werden kann.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie eine individuelle Risikoeinschätzung für ein mögliches Nierenversagen zu einer leitliniengerechteren Behandlung beiträgt. Grundlage hierfür sind Nierenfunktionswerte aus Blut- und Urinuntersuchungen sowie Alter und Geschlecht der Patientinnen und Patienten. In teilnehmenden Praxen werden diese Daten systematisch erfasst. Ein Teil der Praxen erhält eine Rückmeldung zur Behandlung.

Ziel der Studie ist es, zu untersuchen, ob dieser Ansatz die Versorgungsqualität verbessert und sich positiv auf den Krankheitsverlauf auswirkt, insbesondere im Hinblick auf das Fortschreiten der Nierenerkrankung.

Laufzeit: 01.04.2026-30.09.2030

Finanzierung: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)

Ansprechpartner*innen

PD Dr. habil. Christin Löffler

Projektpartner*innen

FoPraNet-Nord

COVICare - M-V

Koordiniertes Long-COVID-Versorgungssystem für integrierte Versorgung und Kapazitätserweiterung in Mecklenburg-Vorpommern

Teilprojekt Allgemeinmedizinische Versorgungsforschung

Das Modellprojekt COVICare M-V verfolgt das Ziel, die Versorgung von Patient*innen mit Long-COVID langfristig zu verbessern. Unter der Leitung von Prof. Dr. Emil Reisinger wird das Projekt bis 2028 durch das Bundesministerium für Gesundheit gefördert. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Aufbau nachhaltiger Versorgungspfade, insbesondere für Menschen in ländlichen und strukturschwachen Regionen, um den Zugang zur medizinischen Betreuung zu erleichtern.

Das Institut für Allgemeinmedizin führt im Rahmen des Projekts eine Versorgungsforschungsstudie durch. In einer cluster-randomisierten, kontrollierten Studie wird untersucht, inwiefern eine interprofessionelle, patientenzentrierte Telekonsultation – initiiert und begleitet durch Hausärzt*innen – zur Symptomlinderung bei Patient*innen mit Long-COVID oder anderen postviralen Erkrankungen beitragen kann.

Kern der Intervention ist der strukturierte Austausch zwischen Hausärzt*innen und den Spezialist*innen der Long-COVID Spezialsprechstunde der Universitätsmedizin Rostock sowie der direkte Einbezug der Patient*innen über Telekonsultation. Dieses Modell ermöglicht eine wohnortnahe Versorgung in vertrauter Umgebung, ergänzt durch die fachliche Expertise von Spezialist*innen.

Ziel ist es, eine fokussierte Differentialdiagnostik zu implementieren und – basierend auf partizipativen Entscheidungsprozessen – therapeutische Strategien gezielt anzuwenden. Gleichzeitig bietet das Modell die Möglichkeit, die im Projekt vermittelten Fortbildungsinhalte für Hausärzt*innen im Versorgungsalltag zu festigen und Patient*innen aktiv in diagnostische und therapeutische Entscheidungen einzubeziehen.

Laufzeit: 01.11.2024 – 31.12.2028

Finanzierung: Bundesministerium für Gesundheit

Linkwww.longcare.tmf-ev.de/longcare

Projektpartner*innen

Abteilung für Tropenmedizin und Infektionskrankheiten, Universitätsmedizin Rostock

Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie, Universitätsmedizin Rostock

Klinische Immunologie, Universitätsmedizin Rostock

Abteilung für Nephrologie und Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie, Universitätsmedizin Rostock

Hausärztliche Berufszufriedenheit

Studie zur hausärztlichen Berufszufriedenheit in MV

Eine niedrige Berufszufriedenheit als Folge erlebten berufsbedingten Stresses wird sowohl mit erhöhten Gesundheitsrisiken für die betroffenen Ärztinnen und Ärzte als auch mit einer verringerten Qualität medizinischer Versorgung assoziiert. In einer internationalen Studie aus dem Jahr 2019 belegte Deutschland den letzten Platz beim Ranking der Daten zur hausärztlichen Berufszufriedenheit.

Mecklenburg-Vorpommern wies im Jahr 2019 mit einem Durchschnittsalter von 47,2 Jahren nicht nur die drittälteste Bevölkerung unter allen Bundesländern auf, das Bundesland altert innerhalb Deutschlands auch am schnellsten. Für die Gesundheitsversorgung der alternden Bevölkerung ergeben sich in Anbetracht des zunehmenden Anteils von multimorbiden, chronisch kranken Patientinnen und Patienten enorme Herausforderungen. Diese spitzen sich unter den Bedingungen eines evidenten medizinischen Fachkräftemangels weiter zu. Zeitgleich werden Maßnahmen der digitalen Transformation wie der Ausbau der Telematikinfrastruktur unter dem Effizienz‑ und Kostendruck der Gesundheitsversorgung vorangetrieben. Hausärztinnen und Hausärzte sollen neue Anforderungen der Dokumentation und des Transfers medizinischer Daten etablieren und müssen dafür ihre Praxisstrukturen eigenverantwortlich anpassen.

Ziel des Forschungsprojektes ist die Bestimmung der aktuellen hausärztlichen Berufszufriedenheit und deren Einflussfaktoren in MV. Die erhobenen Daten sollen mit denen der Fragebogenerhebung zur hausärztlichen Berufszufriedenheit in MV aus dem Jahr 2011 verglichen werden (siehe Publikation aus 2015). Die Erkenntnisse sollen eine Datengrundlage für (berufs‑)politische Maßnahmen im Rahmen der Sicherung und qualitativen Entwicklung der hausärztlichen Versorgung sowie der allgemeinmedizinischen Nachwuchsgewinnung im Bundesland bilden.

Laufzeit: 01.03.2024 - 31.12.2026

HERA-MV

Qualitative Evaluation der Qualifikation „Hausärztliche Entlastungs- und Regional-Assistenz in der medizinischen Versorgung“

Mecklenburg-Vorpommern ist in besonderem Maße von demografischer Alterung betroffen. Trotz sinkender Bevölkerungszahlen wird der wachsende Anteil älterer Menschen den Versorgungsbedarf weiter erhöhen, während gleichzeitig die alternde Ärzteschaft und Nachbesetzungsprobleme die Situation verschärfen. Vor diesem Hintergrund sind innovative Versorgungsmodelle erforderlich, die in Modellregionen erprobt und wissenschaftlich auf Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit evaluiert werden.

Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband Mecklenburg-Vorpommern (HÄV MV) hat gemeinsam mit der Ärztekammer MV und der Kassenärztlichen Vereinigung im Rahmen der Kampagne „Gemeinsam besser versorgen in MV“ das Versorgungskonzept HERA-MV entwickelt, um die hausärztliche Versorgung in ländlichen Regionen nachhaltig zu stärken.

Kern des Konzeptes ist der erweiterte Einsatz bereits qualifizierter Nichtärztlicher Praxisassistent*innen (NäPa) bzw. Versorgungsassistent*innen in der Hausarztpraxis (VERAH). Durch die neue Zusatzqualifikation HERA-MV übernehmen sie als Schnittstellenmanager:innen delegationsfähige Leistungen, wie sie auch im geplanten Pflegekompetenzgesetz vorgesehen sind, und entlasten damit Hausärzt*innen. Sie sollen dazu beitragen, eine wohnortnahe, patientenzentrierte Versorgung sicherzustellen.

Ziel dieses Forschungsprojektes ist es, das neue Versorgungskonzept HERA-MV wissenschaftlich durch den Einsatz qualitativer Forschungsmethoden zu begleiten und zu evaluieren. Im Zentrum stehen dabei die Erfassung von Motivationen und Erfahrungen der Beteiligten sowie die systematische Analyse förderlicher und hemmender Faktoren bei der Implementierung des neuen Versorgungskonzeptes.

Laufzeit: 01.01.2026 – 30.04.2028

Unterstützt durch: Hausärztinnen- und Hausärzteverband Mecklenburg-Vorpommern (HÄV MV)

Link: https://www.hausarzt-mv.de/index.php/informationen/hera

Projektpartner*innen

Dr. med. Stefan Zutz, Vorsitzender des Hausärztinnen- und Hausärzteverband Mecklenburg-Vorpommern (HÄV MV)

IMPRO

Innovatives Management für Patient*innen mit erstmals aufgetretenen stabilen Thoraxschmerzen

Die IMPRO-Studie untersucht einen neuen Versorgungsweg für Patient*innen mit Brustschmerzen und dem Verdacht auf eine chronische koronare Herzkrankheit (KHK). Im Gegensatz zur akuten KHK, die meist im Krankenhaus behandelt wird, liegt der Fokus hier auf der ambulanten Diagnostik und Therapie.

Bundesweit nehmen über 300 hausärztliche, radiologische und kardiologische Praxen an der Studie teil. Patient*innen mit entsprechenden Beschwerden werden in zwei Phasen begleitet: In der Kontrollphase erfolgt die Versorgung wie bisher üblich. In der anschließenden Interventionsphase wird die neue interdisziplinäre Methode zur Diagnose und Weiterversorgung – teils unter Einbezug eines Kardio-CTs – angewendet. Ziel ist es, herauszufinden, welcher Versorgungsweg sich langfristig besser bewährt.

Die Versorgung erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen Hausärzt*innen, Radiolog*innen, Kardiolog*innen und Herzchirurg*innen.

Mit über 3.000 Patientinnen, 30 Forschungspartnern und 16 beteiligten Regionen gehört IMPRO zu den größten interdisziplinären Studien im ambulanten Bereich – und liefert wichtige Impulse für die zukünftige Versorgung von Patient*innen mit chronischer KHK.

Laufzeit: 01.07.2025 - 30.09.2028

Finanzierung: Das Projekt wird vom Innovationsfond des G-BA mit insgesamt rund 9,3 Millionen Euro gefördert.

Projektpartner*innen

Zahlreiche Partner*innen aus Forschung, Versorgung und Krankenkassen sind beteiligt – eine vollständige Liste stellen wir auf Anfrage gern zur Verfügung.

Projektleitung und -supervision:
Prof. Dr.  Annika Viniol; Dr. Veronika van der Wardt; Dr. Jörg Haasenritter; Prof. Dr. Norbert Donner-Banzhoff

Projektmanagement:
Dr. Julia Heisig, E-Mail: julia.heisig{bei}uni-marburg.de

InATheGer

Intensivierte Interprofessionelle Ambulante Therapie Geriatrischer Patient*innen

Im höheren Lebensalter treten häufig mehrere Krankheiten gleichzeitig auf, und die Häufigkeit von gesundheitlichen Einschränkungen und Gebrechlichkeit nimmt zu. Bereits in der Altersgruppe der 75- bis 79-Jährigen gelten gut 20 Prozent der Frauen und über zehn Prozent der Männer als körperlich gebrechlich. In Deutschland fehlen derzeit strukturierte, ambulante, wohnortnahe Behandlungskonzepte für diese Altersgruppe. Besonders in ländlichen Gegenden sind solche Konzepte aufgrund der langen Fahrwege dringend erforderlich.

Das Projektteam von InATheGer hat sich zum Ziel gesetzt, die ambulante Versorgung älterer Patient*innen durch ein standardisiertes interprofessionelles Behandlungsangebot zu verbessern, insbesondere die Mobilität und Selbstständigkeit der Betroffenen zu erhalten oder zu verbessern, ihre Lebensqualität zu steigern und die Notwendigkeit stationärer Einweisungen zu reduzieren. Das Behandlungskonzept umfasst die Bündelung und koordinierte Erbringung ambulanter, wohnortnaher Behandlungs- und Beratungsangebote nicht-ärztlicher Gesundheitsberufe in einem hausärztlich geleiteten Behandlungszentrum. Damit soll der Zugang auch für mobilitätseingeschränkte Patient*innen ermöglicht und Hausärzt*innen bei der Versorgung unterstützt werden.

Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt rund 3,1 Millionen Euro gefördert und federführend von der Charité geleitet. Unser Institut übernimmt in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Medizinische Biometrie und Epidemiologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und der LiKe Healthcare Research GmbH ein Teil der Evaluation.

Laufzeit: 01.07.2024 – 30.06.2027

Finanzierung: im Rahmen des Innovationsfonds beim Gemeinsamen Bundesauschuss

Projektpartner*innen

Charité – Universitätsmedizin Berlin (Konsortialführung)

Gesundheits- und Begegnungszentrum Neubukow GbR

HaffNet Management GmbH

LiKe Healthcare Research GmbH

Robert Koch-Institut

Techniker Krankenkasse

Tessinum Therapiezentrum für Geriatrie und Schlaganfall GmbH

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

SCOPE-D

Leitliniengerechte Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Depression in hausärztlichen Praxen: Multizentrische, cluster-randomisierte Intervention unter Nutzung eines Online-Selbsthilfetools

SCOPE-D

Die SCOPE-D-Studie untersucht einen neuen Ansatz zur Verbesserung der hausärztlichen Versorgung von Patient*innen mit Depressionen in Deutschland. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die Integration des Online-Selbsthilfetools deprexis© die leitlinienorientierte Behandlung in der hausärztlichen Praxis wirksam unterstützen kann.

An der multizentrischen, cluster-randomisierten Studie ist die Teilnahme von bis zu 60 allgemeinmedizinische Praxen in Niedersachsen, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern geplant. Zu Beginn erhalten alle teilnehmenden Praxen eine Schulung zur leitliniengerechten Depressionsbehandlung. Die Interventionspraxen setzen ergänzend deprexis© ein, während die Kontrollpraxen die übliche Versorgung ohne das digitale Angebot fortführen.

Eingeschlossen werden erwachsene Patient*innen im Alter von 18 bis 65 Jahren mit milder bis schwerer Depression. Über einen Zeitraum von 90 Tagen wird untersucht, wie sich der Depressionsschweregrad entwickelt. Darüber hinaus werden Aspekte wie Selbstwirksamkeit, Lebensqualität und verschiedene Versorgungsparameter erfasst.

Ergänzend zur quantitativen Auswertung geben qualitative Interviews sowie Analysen von Routinedaten Einblicke in Veränderungen der Praxisabläufe und der Versorgungssituation.

Mit ihrem Ansatz leistet die Studie einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der psychosomatischen Grundversorgung, zur Integration digitaler Gesundheitsanwendungen in den Praxisalltag und zur Weiterentwicklung medizinischer Leitlinien und Ausbildungskonzepte.

Laufzeit: 01.04.2026-30.09.2030

Finanzierung: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)

Ansprechpartner*innen

Dr. phil. Anja Wollny

Projektpartner*innen

FoPraNet-Nord

Target-AF

Targeted screening for atrial fibrillation in elderly general practice patients with hypertension – RCT on intensified ECG-screening and embedded assessment of prognostic risk parameters

Target-AF: Gezielte Vorhofflimmern-Früherkennung in der Hausarztpraxis

Hintergrund

Vorhofflimmern (VHF) ist eine sehr häufige Herzrhythmusstörung, die oft auch wiederholt kurzzeitig als paroxysmales VHF auftritt. Schon sehr kurzzeitiges VHF erhöht das Risiko für einen ischämischen Schlaganfall. Paroxysmales VHF bleibt oft unentdeckt oder wird nur zufällig entdeckt. Wird VHF jedoch rechtzeitig erkannt, kann eine orale Antikoagulation das Schlaganfallrisiko deutlich senken. Es gibt bisher unzureichende Evidenz für einen optimalen Screening-Ansatz für VHF. VHF-Screening benötigt einen Ansatz, der eine Präselektion von Patient*innen mit erhöhtem Risiko vornimmt und die Dauer und Häufigkeit des EKG-Monitorings optimiert. Bekannt ist, dass die Prävalenz mit dem Lebensalter sowie bei Bluthochdruck steigt.

Ziele

Das Projekt „Target-AF“ zielt darauf ab, die hausärztliche Versorgung älterer Menschen mit erhöhtem Schlaganfallrisiko durch eine evidenzbasierte, systematische Früherkennung von VHF zu verbessern. Hierzu wird die Wirksamkeit einer strukturierten Screening-Intervention bei Patient*innen mit einem hohen Risiko für VHF sowie Ansätze zur Risikostratifizierung in hausärztlichen Praxen in Deutschland untersucht.

Methoden

Target-AF ist eine multizentrische, offene, zweiarmige (Intervention vs. Kontrolle, 1:1) randomisierte kontrollierte Studie (RCT). Patient*innen aus hausärztlichen Praxen im Alter von 70 Jahren oder älter mit bekanntem Bluthochdruck, ohne vorherige Diagnose von VHF und ohne Antikoagulation kommen für die Teilnahme an der Studie in Frage. Bis zu 1000 Teilnehmer werden in 72 hausärztlichen Praxen des FoPraNet Nord rekrutiert. In jeder der sechs Regionen rekrutieren 12 Praxen jeweils 13–14 Patient*innen. Alle Teilnehmenden erhalten zunächst ein 24-Stunden-Holter-EKG, um ein bestehendes VHF auszuschließen und auf häufige supraventrikuläre Extrasystolen, einen potenziellen Risikomarker, zu untersuchen. Es wird eine Blutprobe entnommen, um Biomarker zu messen, die möglicherweise VHF vorhersagen können (NTproBNP, CDT, TSH und Kreatinin). Die Teilnehmenden werden im Verhältnis 1:1 randomisiert und erhalten entweder die übliche Versorgung nach Ermessen des behandelnden Arztes (Kontrollgruppe) oder eine Intervention mit 7-Tage-EKG-Überwachung bei Studienaufnahme, nach 3, 12, 24 und 36 Monaten oder bis zum Nachweis von Vorhofflimmern >30 Sekunden (Interventionsgruppe). Alle Patient*innen werden bei Studienaufnahme sowie nach 3, 12, 24 und 36 Monaten befragt zu ihrer Lebensqualität, ihrem Gesundheitszustand, kardiovaskulären und Blutungsereignissen sowie zur Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen. Der primäre Endpunkt ist der Nachweis von VHF (>30 Sek.) innerhalb von 36 Monaten. Sekundäres Ziel ist die Bewertung des prädiktiven Werts von Biomarkern und supraventrikulären Extrasystolen sowohl einzeln als auch in Kombination.

Relevanz der erwarteten Ergebnisse

Das Projekt wird Daten zu Effektstärken und Durchführungsparametern liefern, die als Grundlage für die Konzeption einer künftigen, statistisch aussagekräftigen randomisierten kontrollierten Studie zur Schlaganfallprävention durch gezieltes Screening auf Vorhofflimmern dienen sollen.

Förderung

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) (Förderkennzeichen 01GK2502A) gefördert. Die Projektlaufzeit beträgt 60 Monate (01.05.2026 bis 31.04.2031).

Ansprechpartner*innen

Prof. Dr. Ralf Jendyk

Projektkonsortium

Projektleitung

Projektpartner*innen