Aktuelle Projekte

COFRAIL

Familienkonferenzen bei Frailty: Erhöhung der Patientensicherheit durch gemeinsame Priorisierung (COFRAIL)

Das Projekt COFRAIL zielt darauf, die hausärztliche Versorgung ambulanter Patientinnen und Patienten zu verbessern. In Familienkonferenzen sollen HausärztInnen gemeinsam mit den PatientInnen und ihren pflegenden Angehörigen besprechen, welche Behandlungsziele mit welchen Mitteln verfolgt werden sollen. Das Ziel ist ein gemeinsamer Beschluss darüber, welche medizinischen Maßnahmen weitergeführt oder ergriffen werden sollen und auf welche Maßnahmen verzichtet werden soll. Ein besonderes Augenmerk soll dabei auf die Priorisierung der Arzneimitteltherapie gelegt werden.

Gefördert: im Rahmende des Innovationsausschusses beim Gemeinsamen Bundesausschuss

Förderkennzeichen: Förderkennzeichen 01VSF17053

Laufzeit: 01.03.2018 - 28.02.2021

InDePendent

InDePendent – Interprofessionelle Demenzversorgung: Aufgabenneuverteilung zwischen Hausärzten und speziell qualifizierten Pflegefachkräften in der hausärztlichen Versorgung von Menschen mit Demenz

InDePendent ist eine multizentrische, clusterrandomisierte kontrollierte Studie im hausärztlichen Setting, die auf den Vorarbeiten der Studien DelpHie-MV und AHeaD zum Thema der interprofessionellen Demenzversorgung beruhen.

Trotz der fast 1,6 Millionen Menschen, die an Demenz erkrankt sind, erhält nur eine Minderheit eine bedarfsgerechte und leitlinienkonforme Versorgung. Dabei wird die Versorgung und Betreuung von Menschen mit Demenz in der Häuslichkeit zum Großteil durch pflegende Angehörige – häufig ohne professionelle Unterstützung – geleistet. Hierbei werden die medizinischen, pflegerischen und sozialen Bedürfnisse von pflegenden Angehörigen und daraus sich entwickelnde psychische und somatische Erkrankungen häufig übersehen. Dies beeinträchtigt wiederum die qualitativ hochwertige Versorgung und Pflegetätigkeit der an Demenz erkrankten Personen oder macht diese gar unmöglich.

Ziel des InDePendent Modellprojektes ist es daher, die Lebens- und Versorgungssituation von Menschen mit Demenz und ihrer pflegenden Angehörigen in der Häuslichkeit durch eine Aufgabenneuverteilung zwischen speziell qualifizierten Pflegefachpersonen und Hausärzten zu verbessern. Hierbei werden Pflegefachpersonen für ein sektoren- und professionsübergreifendes Dementia Care Mangement ausgebildet. Das Ziel ist es, die bisher typischerweise von Ärzten ausgeführten Tätigkeiten (z.B. Erkennung der Notwendigkeit und Verschreibung von Heil- und Hilfsmitteln) auf die speziell qualifizierten Pflegefachpersonen zu übertragen. Im Fokus der Qualifizierung der Pflegefachpersonen steht dabei eine Kombination aus Präsenzphasen und e-Learning Modulen. Die Aufgabe des Instituts für Allgemeinmedizin besteht in der Entwicklung der e-Learning Module und der Vermittlung der kommunikativen Inhalte.  

Laufzeit: 01.04.2020 bis 30.09.2023

Gefördert: Im Rahmen des Innovationsfonds beim Gemeinsamen Bundesausschuss

Ansprechpartnerinnen

Theresa Buuck

Projektpartner

Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen DZNE e.V., DZNE Greifswald, Translationale Versorgungsforschung

Institut für Community Medicine, Abt. Versorgungsepidemiologie und Community Health Universitätsmedizin Greifswald

AOK Nordost - Die Gesundheitskasse

Demenznetz Uckermark e.V.

GNEF Gesundheitsnetz Frankfurt am Main eG

Ärztenetz HaffNet und HaffNet Management GmbH

Techniker Krankenkasse Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern

 

PRUDENCE

Platform randomised controlled trial of point of care diagnostics for enhancing the quality of antibiotic prescribing for community acquired acute respiratory tract infection in ambulatory care in Europe (PRUDENCE)

Die Entwicklung von Antibiotikaresistenzen ist weltweit eines der drängendsten Probleme der Gesundheitsversorgung. Inadäquate und klinisch nicht gerechtfertigte Unterschiede in der Behandlung tragen wesentlich dazu bei. Point-of-Care-Tests, die sich in klinischen Studien als kosteneffizient erwiesen haben, könnten dazu beitragen die Patientenversorgung zu verbessern. Dies gilt insbesondere für ambulant erworbene akute Atemwegsinfektionen (CA-ARTI), die häufigsten akuten Gründe für die Inanspruchnahme der ambulanten Versorgung und für den Einsatz von Antibiotika.

Ziel der PRUDENCE-Studie ist es festzustellen, ob die Verfügbarkeit eines Schnelltestergebnisses (CA-ARTI-Dx), wenn ein Arzt die Verschreibung eines Antibiotikums in Erwägung zieht oder plant, zu angemesseneren Verschreibungsentscheidungen führt - ohne dabei den Patienten zu schaden. 

Bei PRUDENCE handelt es sich um eine prospektive, individuell randomisierte, klinische Plattformstudie in der ambulanten Versorgung mit einer eingebetteten Prozessevaluation. Die Studie prüft im Rahmen einer Interventionsstudie den Einsatz klinischer Algorithmen, die einen CA-ARTI-Dx enthalten, im Vergleich zur üblichen Versorgung ohne CA-ARTI-Dx. Darüber hinaus wird eine Mixed-Methods-Prozessevaluation durchgeführt. Diese soll Aufschluss darüber geben, wie Point-of-Care-Tests von Ärzten und Patienten genutzt und beurteilt werden, um Empfehlungen für die Umsetzung in Zukunft zu geben.

Die PRUDENCE-Studie wird von der Universität Oxford, dem University Medical Centre Utrecht, Abbott und BD geleitet und bezieht bis zu 10 Primärversorgungsnetze in Europa ein. Sie ist als flexible Plattformstudie konzipiert.

Homepage: https://www.value-dx.eu/

Projektkoordination: "Department of Primary Care Health Sciences, University of Oxford"

Förderung: Dieses Projekt wurde von der Innovative Medicines Initiative 2 Joint Undertaking unter der Vereinbarung 820755 finanziert. Dieses gemeinsame Vorhaben erhält Unterstützung vom Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon 2020 der Europäischen Union und EFPIA sowie von bioMérieux SA, Janssen Pharmaceutica NV, Accelerate Diagnostics S.L., Abbott, Bio-Rad Laboratories, BD Switzerland Sàrl und The Wellcome Trust Limited.

RESPONSE

RESPONSE – Partnerschaft für Innovation in der Implantattechnologie

Das RESPONSE-Konsortium widmet sich in seinen Basisvorhaben der Erarbeitung und Implementierung medizinisch relevanter Therapiekonzepte mit innovativen Implantaten. Ziel ist die Entlastung des Gesundheitssystems bei der Behandlung von Volkskrankheiten und der Versorgung multimorbider Patienten. Im Fokus stehen dabei die drei medizinischen Applikationsfelder Herz-Kreislauf-System, Auge und Ohr.

Im Basisvorhaben 3 geht es um die System- und Innovationsforschung als Voraussetzung für die Planung von Forschung- und Entwicklungsprozessen bei Implantatinnovationen mit dem Ziel wirtschaftlich tragfähige Lösungen unter Einbeziehung der Patientenperspektive zu erarbeiten.

Die Aufgabe des Instituts für Allgemeinmedizin besteht in der Entwicklung geeigneter bevölkerungsmedizinischer Konzepte zur gemeinsamen Entscheidungsfindung von Arzt und Patient (Shared Decision Making) in der interventionellen Versorgungsforschung. Dabei geht es um die Bewertung der Einsatzmöglichkeiten neuer Implantat-Generationen auf den verschiedenen Versorgungsebenen vor dem Hintergrund des Erhalts der Lebensqualität, Erwerbsfähigkeit und selbst bestimmten Lebensführung einer alternden Bevölkerung. Im Zusammenhang mit der Implantatauswahl soll vermehrtes Augenmerk auf die subjektiven Präferenzen und Erwartungen der Patienten gelegt werden, um darauf aufbauend Strategien zur Optimierung der Patientenversorgung abzuleiten.

Hier gelangen Sie zur RESPONSE-Homepage

Laufzeit:                      01.10.2015 – 31.12.2022

Gefördert durch:    das BMBF im Rahmen des Programms „Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation“