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Studierendenbetreuung

Blockpraktikum

Was ist das?

Das Blockpraktikum im neunten bzw. zehnten Semester dient der praktischen Verfestigung der bisher vermittelten Inhalte der Vorlesung. Es findet für zwei Wochen in den Praxen erfahrener und meist langjährig niedergelassener LehrärztInnen statt. Die Studierenden erfahren während der Sprechstunde, welches breite Spektrum die Arbeit einer Hausärztin/eines Hausarztes umfasst. Dabei haben sie auch “eigene” Patientenkontakte, d. h. sie erheben zum Beispiel selbständig eine Anamnese oder führen körperliche Untersuchungen durch. Nähere Informationen können Sie dem Flyer entnehmen (pdf-Größe: 496 KB). 

Um Ihnen den Aufwand etwas zu entschädigen, erhalten LehrärztInnen eine Vergütung für die Betreuung der Studierenden. Nähere Informationen dazu können Sie unter Tel.: (0381) 494- 2490 erfragen.

Um für alle Studierenden ein Blockpraktikum in der Allgemeinmedizin anbieten zu können, sind wir auf alle Lehrpraxen im gesamten Bundesland angewiesen. Eine Unterstützung der Fahrt- und ggf. Unterkunftskosten der Studierenden durch die Kassenärztliche Vereinigung MV kann beantragt werden. Hierzu müssen die Studierenden das herunterladbare Formular (pdf-Größe: 177 KB) ausfüllen und innerhalb von 4 Wochen nach ihrem Blockpraktikum im Sekretariat des Instituts für Allgemeinmedizin abgeben.

Logbuch und Seminar

Alle Studierenden, die das Blockpraktikum Allgemeinmedizin absolvieren, erhalten ab dem WS 2014/15 ein Logbuch Blockpraktikum Allgemeinmedizin (pdf-Größe 4,3 MB). Ähnlich einem Logbuch in der Seefahrt soll ihnen das Logbuch den Kurs und das Ziel für das Blockpraktikum in der Allgemeinmedizin geben. Neben wichtigen Informationen zum Praktikumsverlauf und zu den Lerninhalten, enthält es Checklisten, Fragen und Notizseiten, die zur Reflektion der Blockpraktikumserfahrungen dienen. Die einzelnen Lernziele soll eine ungefähre Richtschnur für Sie und Ihre Studierenden geben und dienen lediglich der groben Orientierung. Die tageweise Zuordnung erleichtert Ihnen und Ihren Studierenden die Planung der Ausbildung. So sollten Lehrinhalte bis zu einem bestimmten Tag vermittelt werden. Einzelne im Logbuch verwendete Begriffe werden im Logbuch-Wiki auf den letzten Seiten des Logbuchs ausführlich erklärt. Zu Ihrer näheren Information haben wir zum Logbuch eine Anleitung erstellt.

Begleitend findet für die Studierenden am Freitag Nachmittag ein einmaliges Seminar statt. Das Seminar gibt die Möglichkeit, das in den Praxen und im Studium erworbene Wissen zu vertiefen. Wir bitten daher die Studierenden, die ausgefüllten Logbücher mit Patientenfällen und viele Fragen mitzubringen.

Verteilung der Studierenden

Für das Blockpraktikum Allgemeinmedizin müssen jedes Jahr ca. 240 Studierende eines Studienjahres auf ca. 70 Lehrpraxen in ganz Mecklenburg verteilt werden. Seit dem Wintersemester 2014/15 verwenden wir dafür ein softwarebasiertes, automatisiertes System. Dabei werden mit einem speziellen Algorithmus die Studierenden-Präferenzen (Hausarztpraxis-Charakteristika wie Patientengruppen, Untersuchungsschwerpunkte, Standort) mit den Praxiskriterien abgeglichen und anschließend die Studierenden den Praxen automatisch nach der besten Passung zugeordnet. Wir erhoffen uns durch den Einsatz des Algorithmus eine gerechtere und passgenauere Verteilung und eine erhöhte Zufriedenheit sowohl auf Seiten der Studierenden als auch auf Seiten der Lehrenden zu erreichen.

Evaluation

Seit dem Sommersemester 2011 erfolgt an unserem Institut fortlaufend die Evaluation der Blockpraktika. Hierzu kontaktieren wir alle Studierenden im Anschluss an ihr Blockpraktikum, um sie telefonisch zu ihren individuellen Erfahrungen zu befragen. In den Gesprächen mit den Studierenden erfahren wir, was ihnen besonders gut an ihrem Blockpraktikum gefallen hat und ob sie Verbesserungsvorschläge haben.

Im Mai 2015 haben alle derzeit aktiven Lehrärzte mit mindestens 5 studentischen Bewertungen eine individuelle Rückmeldung aus dem Team Lehre erhalten. Es ist geplant, diese Auswertungen schrittweise fortzuführen.

PJ

Was ist das?

Im letzten Jahr des Medizinstudiums findet das sogenannte Praktische Jahr (PJ) mit einer Gesamtdauer von 48 Wochen statt. Vor dem PJ absolvieren die Studierenden das dreitägige schriftliche zweite Staatsexamen.

Das PJ gliedert sich in drei Abschnitte von je 16 Wochen:

  1. in Innerer Medizin,
  2. in Chirurgie und
  3. in einem Wahlfach mit klinischem Bezug (z. B. Allgemeinmedizin)

Ziel des Praktischen Jahres ist die Vertiefung und Ausübung des bisher erlernten Wissens. Unter Anleitung soll der PJler gemäß seinem Ausbildungsstand ärztliche Tätigkeiten ausüben und unter ärztlicher Aufsicht Eigenverantwortung für sein medizinisches Handeln übernehmen.

PJ in der Allgemeinmedizin

Bereits seit dem Jahr 2006 kann ein Tertial des Praktischen Jahres (PJ) im Fach Allgemeinmedizin bei ausgewählten LehrärztInnen in und um Rostock absolviert werden. Innerhalb von vier Monaten kann bei einer 1:1 Betreuung intensiv die Arbeit im hausärztlichen Bereich kennengelernt werden. Ein allgemeinmedizinisches Tertial eignet sich nicht nur für Studierende, die später AllgemeinmedizinerIn werden wollen, sondern auch für diejenigen, die mehr über das Arbeiten im ambulanten Bereich erfahren wollen.

Das PJ-Logbuch Allgemeinmedizin finden Sie hier. Das Ausfüllen des Logbuches ist für die PJ’lerInnern verpflichtend. Es wird dem Studiendekanat vorgelegt und ist wichtig für die Zulassung zum Dritten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung.

Die PJ’lerInnen an der Universitätsmedizin Rostock, zu denen auch die PJ’lerInnen im Wahlfach Allgemeinmedizin zählen, erhalten eine monatliche Aufwandsentschädigung von 100,00 Euro. Hierzu muss das entsprechende Formular des Studiendekanats dort fristgerecht eingereicht werden.

Zusätzlich können Medizinstudierende im Wahlfach Allgemeinmedizin auch im Jahr 2016 aller Voraussicht nach einen Zuschuss in Höhe von insgesamt 200,00 Euro (100,00 Euro von der KV MV und 100,00 Euro vom Land MV) erhalten. Die Studierenden sollten Ihren Antrag (Antragsformular PJ-Unterstützung (pdf-Größe: 91 KB) auf Unterstützung im Praktischen Jahr unbedingt im ersten Halbjahr 2016 an die Kassenärztliche Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern richten.

Famulatur

Die Famulatur ist ein durch die Approbationsordnung vorgeschriebenes Praktikum von viermonatiger Dauer. Sie hat den Zweck, die Studierenden mit der ärztlichen Patientenversorgung in Einrichtungen der ambulanten und stationären Krankenversorgung vertraut zu machen.

Die Famulatur ist nach bestandenem Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung bis zum Beginn des Praktischen Jahres (PJ) während der unterrichtsfreien Zeiten abzuleisten.

 Diese vier Monate müssen in unterschiedlichen Einrichtungen absolviert werden:

  • ein Monat in einer Einrichtung der ambulanten Krankenversorgung, die ärztlich geleitet wird, oder in einer geeigneten ärztlichen Praxis, z. B. in der hausärztlichen Versorgung,
  • zwei Monate im Krankenhaus oder einer stationären Rehabilitationseinrichtung,
  • ein Monat in einer Einrichtung der hausärztlichen Versorgung.

Famulierende in einer hausärztlichen Praxis in Mecklenburg-Vorpommern werden von der KV mit 250 € pro Monat unterstützt. Weitere Informationen und Vordrucke für die Gewährung der Unterstützung erhalten Sie hier (pdf-Größe: 112 KB).